Bild 801 image

CD-Reviews - The Beast Is Released

truecultheavymetal.com

'The Beast Is Released' In 2009, Switzerland gave birth to a brutal and destructive album 'The Beast is Released' by Melodic Death Thrashers Zyanide. In turn, this is Zyanide's debut album, with a tour-de-force implemented, the album designs a journey much like the tour de France, long (42 minutes), challenging (three out of eight songs are more than 6 minutes long) and naturally made in Switzerland. Combine the melodic vocals of Iron Maiden, add Germany's Holy Moses thrash with the death metal style drumming, you get the picture. Switzerland is in a phase of having a third major export alongside clocks and chocolate, this time its metal. Forget yodeling, Switzerland has a new voice. [7] RHYS STEVENSON truecultheavymetal.com

exitmusic.ch

Das Biest ist raus – müssen wir uns fürchten? Zofingen, den 19. September 2009 – 372 Tage nach dem Release von Metallicas’ „Death Magnetic“ – wird ein Schweizer Trash-Biest herausgelassen und soll massenhaft Nackenmuskeln erlegen. Zeigt dieses Vieh wirklich Zähne und Klauen? Mutig schreiten wir vor die Höhle... Cyanide? Metallica? Aktuell verbindet ein Trash-Freund diesen Ausdruck eher mit dem Lied aus dem neusten Album „Death Magnetic“. Im 2008 erschien davon die erste Single-Auskopplung, wir erinnern uns gerne daran. Doch Cyanide – zu Deutsch Blausäure – geistert auch anderweitig in der Schweizer Trash-Szene herum: Zyanide, das fünfköpfige Ungetüm, irgendwo aus dem Mittelland, stampft langsam heran. Nur mit „Z“ geschrieben, böse und verlockend zugleich. Zyanide neben Sänger, Gitarren, Bass und Drums ausgerüstet mit Keyboarder – hier streiten sich bereits Geister und Trash-Sympathisanten: Eine – wahre – Trash-Kompanie mit Keyboard? Im Power Metal oder anderen Metal-Sparten ein gerne gehörtes Instrument, nicht aber im Trash – nicht wirklich. Mutig aber wagen Zyanide diese Ergänzung in ihrer Formation und versehen ihren Songs zünftig Elektrotouch – vielleicht kann die Band damit neue Anhänger anderer Metal-Genre erreichen? Deshalb kann das Album nicht als reines Trash-Album deklariert werden. Diese Wahl findet auch beim Autor weniger Anklang: teilweise leidet das Ohr kräftig darunter, leider. Die Keyboard-Passagen sind zu fleissig eingesetzt. Kommt hinzu: Dieses kunterbunte Instrument bietet eine solch vielseitige Klangwahl – die Band aber entschied sich für den immer gleich, vielfach nervenden, Effektsound in hohen Bodom-Tönen. Schade, weniger wäre oft mehr. Schwamm drüber. Das Debüt von Zyanide haut daneben gehörig rein. Chapeau. Die Band wurde bereits im 2005 gegründet, wurde durch etliche personelle Wechsel immer wieder aus der Bahn geworfen, hat aber bereits auch reichlich Bühnenerfahrung und kann jetzt endlich den eigenen Longplayer vorweisen. Live mögen die Jungs sicherlich überzeugen – garantiert. Was dem Hörer des Albums aber teilweise fehlen wird, ist das typische, dumpfe und Doublebass-lässige Metal-Gefühl in der Magengrube. Tja. The Beast is Released wirkt aufnahmetechnisch sicherlich nicht ausgereift, ist aber auch kein Grund, zusätzlich Punkte abzuziehen. Böse und wirklich fruchteinflössend wirkt der Gesang auf dem Debütalbum nicht – solide, kraftvoll, teils etwas zu monoton vielleicht. Fazit: Das erste Biest (Album) von Zyanide versetzt den Hörer – noch – nicht in Angst und Schreckszustände, verkörpert aber eine charakterstarke Schweizer Metalplatte. Damit ist die Frage geklärt. Weniger Keyboard, etwas böser (singen oder growlen) und dem Typen hinter dem Mischpult auch mal Meinung sagen – und das Zweitwerk von Zyanide tritt dann wirklich kompromisslos Ä...pfel. Trash hin oder her. (7.5/10) exitmusic.ch

hotel666.de

Der Originalitätspreis dieser Woche geht (und das habe ich einfach mal so beschlossen) an die Schweizer Thrasher von ZYANIDE, die auf ihrem Debüt „The Beast Is Released“ gemäßigten Bay-Area-Thrash mit Keyboards der Marke TURISAS oder ENSIFERUM vermischen. Klar, wenn man das jetzt liest, kriegt man es erst mal mit der Angst zu tun und auch meine Hand wanderte nach Einfuhr des Pressetextes nur zögernd gen Play Taste. Allerdings war diese Angst über weite Strecken unbegründet, denn die 5 Burschen haben summa summarum ein gutes und vor allem eigenständiges Thrash Album abgeliefert. Die Gitarren braten schön, Schlagzeug und Bass kommen sehr tight daher und der Sänger ist auf sympathische Weise immer wieder nahe an einer ordentlichen Schieflage. Die Bandbreite des Keyboardsounds hingegen reicht von gar grausig (Ouvertüre und Solo des Openers „The Price To Pay“) bis hin zu grandios (der Lauf bei „Buried Alive“ sowie die Refrains bei „The Price To Pay“ und „Dear Father“) und hinterlässt bei mir somit einen zwiespältigen Eindruck. Zumal ich es persönlich auch lieber gehört hätte, wenn sich die Keys eher an den PRETTY MAIDS oder diversen 80er Stadion Bands orientiert hätten, statt an den typischen Gute-Laune-Humppa-Klamotten. Dennoch empfehle ich jedem, der sich für Thrash interessiert und nicht behauptet nach „Reign In Blood“ sei keine gute Platte mehr erschienen, mal in die Scheibe reinzuhören. (7/10) hotel666.de

Stalker.cd

„The Beast is Released“ ist die erste Veröffentlichung der jungen Schweizer Band Zyanide. Unter Eigenregie haben die 5 Jungs diese Platte im letzten Jahr aufgenommen und haben sich dabei richtig Mühe gegeben. Die Thrash-Metaller beweisen auf ihrer Platte, dass sie ideenreich sind und auch mal was Neues ausprobieren. Bereits der erste Track „The Price to Pay“ zeigt, dass die Band in ihrem Songwriting und der Umsetzung der Songs reifer geworden ist. Stimmlich kann Daniel Broszeit auf dieser Scheibe auch überzeugen; teilweise würde man sich jedoch wünschen, er würde die Songs noch ein wenig aggressiver beziehungsweise rauer rüberbringen, aber das Gesamtkonzept der Band scheint jetzt zu stimmen und „The Beast is Released“ sollte den Weg auch in euer Plattenregal finden, wnen ihr auf Thrash steht. Mit einer Dichtung an ihre Fans und Freunde bedanken sich Zyanide für die Unterstützung. (8/10) stalker.cd

Metal.de / Underground-Empire.com

Zwar präsentiert sich dieses Quintett unter dem Etikett "Thrash Metal From Switzerland“, doch wer, ähnlich wie meine Wenigkeit, an überaus heftige Sounds, eventuell noch dazu ganz im Stile der alten Schule denkt, liegt hier ebenso falsch, wie sich auch sämtliche Gedanken an eventuelle Anleihen bei ehemaligen Thrash-Helden aus der Eidgenossenschaft (CORONER, jemand?) als nicht treffend herausstellen. Der Fünfer aus dem deutschsprachigen Teil der Schweiz hat sich nämlich eher einer zeitgemäßen Gangart des Thrash Metal mit jeder Menge an Melodie verschrieben und weiß diesen auf überaus passable Art zu kredenzen. Zwar fehlt den Jungs noch die Kompetenz, die Songs so auszustatten, dass diese auch nachhaltig in Erinnerung bleiben, doch die Burschen haben sehr wohl den Weg in jene Richtung im Visier. Neben diversen Anleihen, die mich rifftechnisch an Meister Waters denken lassen, kommen mir vor allem auf Grund des Umstandes, dass auch ZYANIDE ein Keyboard als tragendes Instrument verwenden, des Öfteren finnische Heroen vom Schlage CHILDREN OF BODOM oder NORTHER in den Sinn. Allerdings muss man den Eidgenossen attestieren, diesbezüglich keineswegs zu kopieren zu versuchen, sondern viel mehr bestrebt zu sein ihren eigenen Pfad zu beschreiten. Zum einen, weil ZYANIDE offenbar noch mehr Wert auf Melodik legen als zahlreiche Wettstreiter. Zum anderen, weil sie mit Daniel Broszeit einen Sänger in ihren Reihen haben, der auch bei jeder Melodic Metal-Band eine gute Figur abgeben würde, da er keineswegs permanent auf derbes Shouting setzt, sondern viel eher seine natürliche Stimme zum Einsatz bringt, die speziell in den gemäßigteren Passagen perfekt zur Geltung kommt. Aber keine Bange, der Knabe versteht es ebenso für die nötige Aggressivität zu sorgen, weshalb ZYANIDE auch gesangstechnisch für einen abwechslungsreichen Vortrag zu sorgen wissen. Auch wenn phasenweise der eine oder andere dezente Schwenk gen nordischer Wikinger-Vorgangsweise zu vernehmen ist, haben es die Jungs durchwegs geschafft sich nicht zu sehr an etwaige Größen zu orientieren, sondern scheinen ihren eigenen Pfad gefunden zu haben. Kein schlechter Einstand dieser Jungs, die hoffentlich ihre Marschrichtung beibehalten werden! metal.de / underground-empire.com